Draußen schlafen mit Baby – Die Packliste

 

Mit Baby draußen zu übernachten ist ein unglaublich tolles Erlebnis. Es ermöglicht dir zusammen mit einem kleinen Menschen, der selbst noch voll nach Ur-Instinkten lebt, in die Natur einzutauchen. Damit ihr das gemeinsam erleben könnt, haben wir dir unsere erprobte Packliste zusammengestellt.

Im Gegensatz zum Zelten, kommt ihr beim Biwakieren in den Genuss die Natur ganz hautnah zu erleben. Ihr spürt die frische Luft im Gesicht, habt freie Sicht in Baumkronen und Himmel und seid ganz eng mit der Erde verbunden.

Mehr über: Biwakieren

In der Natur ohne Zelt zu übernachten, höchstens mit einem Tarp als Sicht-, Wind- oder Regenschutz, das ist Biwakieren. Im Gegensatz zum wild-Zelten ist es in Deutschland nicht verboten. Ausgenommen sind Naturschutzgebiete und auch einige Landschaftsschutzgebiete.

Wo und wann?

Für eine Übernachtung mit Baby unter freiem Himmel empfehlen wir dir einen geschützen Ort im Wald und eine stabile Wetterlage. Achte bei der Schlafplatzwahl auch besonders darauf, dass keine toten Äste über euch in den Baumkronen hängen und plant für das gesamte Abenteuer genügend Zeit ein, denn Stress wird schnell zum Spaßverderber.

Das was ihr für’s Biwakieren mit Baby benötigt, variiert natürlich je nach Alter des Babys, Anzahl der Erwachsenen, etc. Hintergrund für diese Packliste sind folgende Rahmenbedingungen:

  • Für die Nacht ist stabil trockenes Wetter gemeldet (Regenrisiko = 0%), die nächtlichen Tiefsttemperaturen liegen zwischen 7 und 15°C und maximal mäßiger Wind ist vorhergesagt.
  • Mit dabei sind zwei Erwachsene und ein Baby. Das Baby wird voll gestillt.
  • Abendessen und Frühstück finden draußen statt.

Und wer trägt was?

Beim Biwakieren mit Baby fällt wirklich einiges an Gepäck an und daher ist es wirklich wichtig nur das Nötigste mitzunehmen (ja, eine Unterhose muss reichen).

Für uns hat folgende Gepäckkonfiguration gut funktioniert: einer trägt einen Trekkingrucksack, z.B. Deuter AIRCONTACT 55+10* und einer Baby und Tagesrucksack, z.B. Osprey TEMPEST 20*. Tragt das Baby dazu am besten vorne in einem Tuch oder einer Tragehilfe.

Besser dran ohne Kinderwagen: mit Baby am Körper kannst du dahin wo’s wild ist

Soviel zum Drumherum, jetzt aber wie versprochen unsere erprobte Packliste für dich. Mit dabei sind Links zu Produkten die wir gut finden und ganz unten findest du die Liste dann auch nochmal als PDF zum Ausdrucken und Abhaken.

Die Packliste

Mama

Wenn Mama und Baby nachts im Liegen stillen möchten, bietet sich eine selbstaufblasende Isomatte statt einer einfachen Schaummatte an. Wichtig für’s nächtliche Stillen ist evtl. ein kleines Kissen. Außerdem sind Trekkingstöcke sehr hilfreich für’s Wandern mit Baby am Körper.

Papa

Vater mit Baby auf Isomatte beim Biwakieren
„Na ob die was taugen?“ – Wir lieben unsere Schaummatten, doch für’s Stillen im Liegen ist eine Luft-Isomatte bequemer

Baby

Hygiene

  • ca. 4 Windeln
  • 1/2 Rolle Klopapier
  • Feuchttücher
  • Zahnbürsten
  • Minizahnpasta
  • 3-4 Mulltücher
  • evtl. Hand-Desinfektionsmittel
  • Mülltüte

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Verpflegung

Denk dran: bei der Verpflegung kannst du ordentlich Gewicht sparen! Die Versuchung ist groß, so ein besonderes Erlebnis mit reichlich Proviant zu zelebrieren. Verzichte aber auf Kocher, Obst und Frühstücksmarmelade und pack lieber energiereiches Essen und genug Wasser ein. Es ist ja nur für eine Nacht und schmecken wird es sowieso himmlisch – versprochen.

  • 4 Liter Wasser
  • Abendessen (z.B. Tupperdose mit Couscous-Pfanne, Schokolade als Dessert)
  • Löffel
  • Frühstück (z.B. Ziplock Beutel mit Nuss-Trockenobst-Mischung)

Sonstiges

  • Stirnlampe, z.B Petzl Reactic+*
  • Taschenmesser, z.B. Opinel No. 7*
  • Handy für Notfälle
  • spitze Pinzette zur Entfernung von Zecken (wie das geht erfährst du hier)
  • evtl. Sonnenbrille
  • evtl. Sonnencreme

Wie unsere erste Nacht sich dann angefühlt hat, habe ich in einem Gastpost bei Outdoorkid geschrieben: Biwakieren mit Baby: Das erste Mal übernachten im Wald. Jetzt bleibt uns nur noch, euch ein tolles Abenteuer zu wünschen. Genießt eure gemeinsame Nacht unter freiem Himmel und schreibt uns gerne wie es war.

In diesem Sinne – Viel Spaß beim Ausbüxen,

Jana und Paddy

Konnten wir dir mit dieser Liste weiterhelfen? Hast du noch Tipps, die du mit Anderen teilen möchtest? Zum Beispiel wenn das Baby schon Beikost isst? Schreib’s in die Kommentare.

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Kommentare (5)

  • Andreas H

    Hallo ein sehr interessanter Bericht.
    Mich würde interessieren wie ihr bei den beiden selbstaufblasenden Isomatten mit dem Verbinderset anbringt? Wird das aufgeklebt?
    Wir haben jetzt vor mit unserer 2-jährigen das erste Mal zu Zelten und sind gespannt ob das alles klappt

    • Paddy

      Hi Andreas,
      danke! Das Verbinderset besteht aus langen Klett-Schlaufen, die die Matten in ihrer Position festhalten. Ist also alles komplett entfernbar. Das klappte bei unseren Tests immer ganz gut.
      Wir wollen mit unserem Kleinen übrigens bald mehrere Tage am Stück Trekking machen. Da werden wir bestimmt mal einen Blick auf Eure Website werfen für die Vorbereitung!
      Liebe Grüße
      Paddy

  • Johanna

    Hallo,
    Wirklich ein ganz toller Artikel! Ich habe schon länger nach Gleichgesinnten gesucht, die mit Baby draußen übernachten :).

    Wie habt ihr verhindert, dass euer Sohn in den Schlafsack Richtung Fußende reinrutscht in der Nacht bzw dass er sich nach oben rauswühlt? Oder war das kein Problem?

    Wir sind meist mit Zelt unterwegs und unser Großer wühlt sich oft nach oben raus. Da er aber schon 3 war bei seiner ersten Nacht draußen, hab ich mir keine so großen Gedanken gemacht. Er wacht einfach auf wenn es ihm kalt wird. Unser zweiter Sohn wird aber auch nur ein paar Monate alt sein beim ersten Zelten, da zerbricht man sich schon mehr den Kopf bei der Planung des ersten Abenteuers…

    • jana Autor

      Hallo Johanna,
      wie schön, das freut uns sehr! 🙂
      Eine gute Möglichkeit, dass Reinrutschen zu verhindern ist ja das Abbinden des Schlafsacks – das funktioniert beim Doppelschlafsack aber nicht. Daher hatten wir überlegt, einfach den Trekkingrucksack auf den unteren Schlafsackteil zu legen, so dass der Kleine da nicht tiefer reinrutschen kann. Letztendlich war es aber kein Problem, weil er nachts neben mir im Bett nie nach unten rutscht, sondern sich eher nach oben rausdrückt. 😉 Damit zu deiner zweiten Frage: Das Nach-oben-Rausdrücken verhindere ich, indem ich auf der Seite liegend einen Arm angewinkelt über seinem Kopf ablege. Das ist für mich eh die praktischste Position zum Stillen und daher passt das. Wie alt ist dein Sohn denn jetzt? Wenn du noch mehr Tipps brauchst oder Fragen hast, kannst du uns auch gerne eine Mail an hallo@ausgebuext.info schreiben 😉 Liebe Grüße, Jana

  • Johanna

    Hallo Jana,
    Danke für die Tipps, das mit dem Rucksack klingt gut! Ich hab auch schon überlegt ob ich vll ein paar Bänder innen in den Schlafsack nähe womit man den Kleinen sichern kann… Vll probieren wir mal die verschiedenen varianten im Garten aus :). Unser Großer ist jetzt 4 1/2 Jahre und der kleinen 2 Monate.

    Im August wollten wir wenn die Kids fit sind gern Zelten gehen. Ich melde mich gern nochmal per Email, danke für das Angebot.
    Lg johanna

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