Top 5 im November: Rabimel-Rabamel im Wald

Foto: Design_Miss_C auf Pixabay 

Über die Wolken wandern und eine ganz besondere Nachtwanderung machen – das geht nur im November. Verschiebt das Rumlümmeln auf morgen! Da draußen warten 5 spannende Abenteuer auf euch:

1. Über die Wolken wandern

Wohnt ihr in der Nähe oder mitten in einem Mittelgebirge? Dann lohnt es sich jetzt ganz besonders, wenn ihr morgens eine Wanderung zu einem Aussichtspunkt unternehmt. Oben angekommen, habt ihr im November gute Chancen, ein überwältigendes Nebelmeer unter euch zu sehen.

Der Grund dafür ist der große Temperaturunterschied zwischen den oberen und unteren Luftschichten. In der Höhe ist die Luft vom Sommer noch relativ warm, vom Boden her bis in ein paar Hundert Meter Höhe ist sie durch die langen und kühlen Nächte dagegen schon kalt. Zwischen diesen Schichten bildet sich dann oft Hochnebel, den ihr besonders am Vormittag sehen könnt. Am Nachmittag wärmt die Sonne die Luft dann meist so stark auf, dass der Nebel sich wieder auflöst.

Wo fängt der Himmel an? (Foto: skeeze)

Aber auch ohne Mittelgebirge könnt ihr euch vom Novembernebel verzaubern lassen: Wandert gemeinsam in den Wald und taucht ein in die mystische Stimmung, die der Nebel dort schafft. Genießt das letzte Laub an den Bäumen und lasst eurer Melancholie freien Lauf.

2. Auf Hagebutten-Jagd

Hast du anderen Kindern früher auch Juckpulver in’s T-Shirt gesteckt? Und haben deine Kinder dieses tolle Hagebutten-Feature auch schon entdeckt?

Wir haben eine viel bessere Idee für euch, was ihr mit den roten Früchten machen könnt: megaleckere Marmelade! Wir haben eine Zubereitungsart entdeckt, bei der ihr Hagebutten vorher nicht mühsam entkernen müsst. Damit ist die Marmelade ganz schnell fertig und so lecker und gesund.

Fette Hagebutten-Beute

Alles was ihr tun müsst, ist gemeinsam auf Hagebutten-Jagd zu gehen. Die Früchte wachsen am Wald- und Wegesrand und in Gebüschen. Sucht euch die, die schon ein bisschen weich aber noch nicht schwarz und matschig sind. Pflückt sie auch am besten direkt ohne Stiel und freut euch auf die süßsaure Leckerei!

Ganz einfaches Hagebutten-Marmeladen-Rezept

Zutaten

  • 500 g Hagebutten
  • 500 ml Apfelsaft von Streuobstwiesen
  • Gelierfix 4:1
  • 125 g Zucker

  • feines Sieb oder Passiermühle
  • großer, flacher Löffel

Auf die Butten, fertig, los!

  1. Hagebutten waschen und grob hacken.
  2. Hagebutten in 250 ml Apfelsaft bei mittlerer Hitze für 30 Minuten bei geschlossenem Deckel köcheln.
  3. Die Früchte mit dem Löffel durch ein feines Sieb oder eine Passiermühle drücken und das Mus auffangen.
  4. Das restliche Schalen-Kerne-Gemisch mit 250 ml Apfelsaft vermischen und nochmal durch’s Sieb oder die Mühle pressen.
  5. Das Hagebuttenmus mit Gelierfix und Zucker für ein paar Minuten zu Marmelade kochen und in sterile Gläser abfüllen.

Kochzeit: 30 Min. – Arbeitsaufwand: 30 Min.

3. Laternenwanderung im Wald

Im November finden vor allem im Süden Deutschlands überall Sankt Martinsumzüge statt. Mit selbst gebastelten Laternen geht’s singend durch die Straßen, dem Martin und seinem Pferd hinterher. Am Ende wartet dann ein großes Feuer und leckere Zuckerbrezeln.

„Ich geh mit meiner Laterne … mitten durch den Wald“ (Foto: HDValentin, „St-Martin-Umzug-2016-024“, CC BY-SA 2.0)

Wie wär’s wenn ihr so eine Laternenwanderung einfach mal in den Wald verlegt? Da kommt eine ganz besondere Atmosphäre auf, vor allem wenn ihr euch noch zwei, drei andere Familien dazu einladet.

Weil die Sonne im November schon so richtig früh untergeht, könnt ihr die gemeinsame Laternen-Nachtwanderung sogar noch vor dem Abendessen erleben und zum Abschluss draußen was Leckeres kochen, z.B eines von unseren Outdoor-Rezepten für den Campingkocher. Warmer Kakao aus der Thermoskanne und eine Zuckerbrezel tun’s aber auch.

Besonders stilecht wird das Ganze mit einer selbst gemachten Laterne aus Herbstlaub. Eine einfache Anleitung dazu findest du auf Familienkarussel: DIY St. Martins-Laterne mit Laub.

4. Einen Geocache finden

Kennst du Geocaching? Das ist eine Schatzsuche mit GPS-Gerät, bei der jede/r kostenlos mitmachen kann. Klingt super, oder? Besonders für Kinder ist Geocaching total spannend. Stell dir nur mal vor: die ganze Welt verwandelt sich auf einmal in eine riesige Schatzkarte!

Jetzt im November, wo es noch zu früh ist, um Plätzchen zu backen und zu kalt und nass um in den Zoo zu gehen, ist Geocaching eine tolle Gelegenheit raus zu gehen. Versteckte Schätze (sog. caches) gibt es wirklich überall – fangt einfach mit einem in eurer Nachbarschaft an.

Geocaching – wie Schnitzeljagd nur größer (Foto: Virginia State Parks, „His first Geocache at Twin Lakes State Park“, CC-BY-2.0)

Um loszulegen braucht ihr nur zwei Dinge:

  1. Ein Smartphone mit GPS und der Geocaching-App (für iOS oder für Android)
  2. Einen Stift

Nachdem ihr euch bei Geocaching kostenlos angemeldet habt, bekommt ihr Zugriff auf eine Karte mit allen caches. Für den Anfang empfehlen wir euch ein „traditional cache„: ihr steuert mit dem GPS-Gerät vorgegebene Koordinaten an und macht euch dort auf die Suche nach dem „Schatz“. Der hat meist die Form einer kleineren oder größeren Dose. Darin befinden sich Tauschgegenstände und ein Logbuch.

Na, kribbelt’s dich schon? Wir haben noch mehr solcher Ideen auf Lager! In der Ausgebüxt-Wochenpost schicken wir dir jede Woche ausgebüxte Ideen und Tipps passend zur Jahreszeit.

Wir machen keinen Unfug mit Deiner E-Mail Adresse. Mehr in unserer Datenschutzerklärung.

In der Regel sind die caches sehr gut versteckt, z.B. unter einer Wurzel oder in einer Felsspalte. Falls es euch zu knifflig ist, könnt ihr euch über die App Tipps zum Versteck einholen. Ihr habt den Schatz gefunden? Dann tragt euch in das Logbuch ein und verstaut die Dose wieder so, wie ihr sie gefunden habt – für die nächsten Schatzsucher.

Sobald ihr euch ein bisschen weiter von Zuhause entfernt, ist Geocaching eine tolle Gelegenheit viele neue Orte in der Natur zu entdecken, zu bewundern und dabei respektvoll mit der Natur umzugehen. Abenteuer garantiert!

Mehr über Geocaching kannst du auf der offiziellen Geocaching-Website nachlesen.

5. Gemeinsam ein Mandala legen

Kastanien, buntes Laub, Hagebutten, Moos, Stöckchen und Eicheln – im Herbst gibt es draußen viele verschiedene Schätze zu finden. Perfekte Bedingung für euch, um gemeinsam zu Mandala-Künstlern zu werden.

Landart vom Feinsten – ein gemeinsam gestaltetes Mandala (Foto: Jiří Rotrekl)

Zieht an einem trockenen Novembertag gemeinsam los, schwärmt aus und sammelt Naturschätze in den unterschiedlichsten Farben und Formen. Dann sucht ihr euch eine freie Fläche auf der ihr euer Herbst-Mandala gestalten wollt. Entweder ihr arbeitet gemeinsam am großen Ganzen oder jede/r von euch wird in einem bestimmten Teil des Kreises kreativ. So oder so: du wirst staunen wie fantasievoll und bunt euer Familien-Mandala am Ende aussieht und wie sehr sich deine Kinder in die Gestaltung vertiefen können.

Bevor ihr es wieder der Natur überlasst, macht noch ein Erinnerungsfoto. Das könnt ihr dann sogar als Kunstwerk zuhause aufhängen.

Öder November? Von wegen!

Du siehst, auch im November lässt es sich vorzüglich ausbüxen! Jeder Monat hat seine Besonderheiten und sei es der graue Nebel oder die kurzen Tage. Es ist nur eine Frage des Blickwinkels ob ihr das Aufregende darin entdeckt. Deshalb: haltet die Augen offen und gebt euch dem Ausbüxer in euch hin, dann entdeckt ihr üüüüberall Abenteuer!

In diesem Sinne – Viel Spaß beim Ausbüxen!

Jana, Paddy und der Kleene

Kanntest du Geocaching schon? Hast du Fragen? Wie hat euch die Marmelade geschmeckt? Schreib uns eure Erfahrungen in die Kommentare.

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Kommentare (2)

  • Irina

    Ach wie lieb vielen Dank für die Verklinkung!

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