Draußen schlafen: 5 Dinge, die du über Wildschweine wissen solltest!

 

Unter freiem Himmel schlafen ist das perfekte Abenteuer vor der Haustür… “Aber was, wenn nachts ein Wildschwein angreift?!” Hier erfährst du alles, was du für eure Draußen-Übernachtung über Wildschweine wissen solltest.

Wildschweine haben es in sich: sie werden bis zu 150 kg schwer, die Männchen haben rasiermesserscharfe Hauer und mittlerweile lassen sie sich auch schon mal im Stadtgebiet blicken.

Der Tierfilmer Andreas Kieling erzählt bei Terra X im ZDF: „Die allerschwerste Verletzung hatte ich in Deutschland, von einem Wildschweinkeiler.“ Aber: Draußen zu übernachten ist trotzdem nicht gefährlich. Du musst dir um Wildschweine keine Sorgen machen. Nachdem du die folgenden Dinge gelesen hast, weißt du auch warum.

1. Scheue Schweine – Wildschweine fürchten sich vor Menschen

Obwohl die wilden Schweine es körperlich locker mit uns aufnehmen könnten, haben sie Angst vor Menschen. In freier Wildbahn sind sie sehr scheu und machen sich vom Acker sobald sich Menschen annähern. Sehen können sie uns nicht so gut aber sie riechen und hören uns schon von Weitem und werden zu ihrer eigenen Sicherheit immer genügend Abstand halten.

Wenn euch im Wald also eine Wildschweinrotte über den Weg läuft: bleibt kurz stehen und erfreut euch an dieser schönen Begegnung mit den wilden Waldbewohnern, sie wird nicht lange andauern: meist sind die Schweine so schnell wieder im Dickicht verschwunden, wie sie aufgetaucht sind.

2. Wildschweine würden dich nur unter einer Bedingung anknabbern

Wildschweine sind Allesfresser. Von Früchten über Regenwürmer bis hin zu Vogeleiern und Aas: nichts entgeht ihrer kräftigen Schnauze. Auf der Suche nach Nahrung durchpflügen sie damit den Boden und hinterlassen unübersehbare Spuren, die dir draußen bestimmt auch schon aufgefallen sind. Im Gegensatz zu Raubtieren jagen Wildschweine ihre Beute also nicht, sondern nehmen was sie eben finden können.

Wie ist das dann mit Menschen, die nachts wehrlos unter freiem Himmel schlafen? Besteht Gefahr, dass eine Wildsau uns als leckeren Appetit-Happen sieht und ein bisschen knabbern will? Ganz klar: Davor brauchst du keine Angst zu haben, das wird nicht passieren. Wie gesagt, Wildschweine haben ein ausgezeichnetes Näschen und das verrät ihnen auch, ob ein Lebewesen nur schläft oder tot ist. Und auch vor schlafenden Menschen nehmen sich Wildschweine in Acht.

Es gibt wirklich nur ein Szenario, bei dem Wildschweine Menschen anknabbern würden: wenn sie über eine Leiche im Wald stolpern.

© Rainer Fuhrmann – stock.adobe.com

3. Schwein gehabt! Gefährliche Begegnungen mit Wildschweinen sind sehr selten

Wenn du mit deinen Kindern draußen übernachtest trägst du Verantwortung für eure Sicherheit und als eine der größten Gefahren kommen dir bestimmt auch Wildschweine in den Sinn. Bei Google ist das Stichwort „Wildschweinattacke“ auf jeden Fall eines der häufigsten in diesem Zusammenhang.

Und es stimmt, Wildschweine können richtig gefährlich werden. Die Attacke eines Keilers kann lebensbedrohlich enden, denn seine Hauer sind messerscharf und gegen die Körpermasse und Schnelligkeit einer Wildsau sind wir machtlos.

ABER: Ein Wildschweinangriff ist wirklich extrem unwahrscheinlich. Grundsätzlich sind die Tiere friedlich eingestellt und, wie schon gesagt, sehr scheu. Aggressiv werden sie nur, wenn ihr sie mit ihren Jungtieren (Frischlingen) überrascht oder sie sich anderweitig bedroht fühlen.

Deswegen hier ein paar einfache Tipps. Wenn du die beachtest, brauchst du dir keine Sorgen mehr zu machen und ihr könnt eure Draußen-Übernachtung einfach genießen.

  • Abends und nachts in der Nähe der Wege bleiben und in normaler Lautstärke reden
  • Nachts keine Speisereste offen liegen lassen.
  • Hunde anleinen, um zu vermeiden, dass sie einem Wildschwein hinterherlaufen und es provozieren
  • für den unwahrscheinlichen Fall, dass euch ein aufgebrachtes Wildschwein gegenüber steht, bleibt ruhig und zieht euch langsam zurück
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4. Wildschweine haben einen unverkennbaren Geruch

Wenn es im Wald plötzlich nach Maggi riecht, dreht euch in Windrichtung und haltet Ausschau nach Wildschweinen. Dann habt ihr die Chance, sie in freier Wildbahn zu erleben.

Dieser typische Geruch kann euch die ein oder andere Wildschweinbegegnung vorhersagen. Meistens sind sie dann allerdings schon verschwunden und nur ihr Duft hängt noch in der Luft.

Wildschwein
© MaFiFo – stock.adobe.com

5. Einfach mal die Sau rauslassen – Wildschweine haben keine natürlichen Feinde

In Deutschland haben Wildschweine kaum natürliche Feinde, denn Wolf und Luchs sind (leider) sehr selten und Bruno, den Bär gibt es auch nicht mehr. Um deren Abwesenheit so gut es geht auszugleichen, werden Wildschweine vom Menschen gejagd, z.B. in Form einer Treibjagd.

Treibjagden werden immer im Vorraus organisiert und die entsprechenden Waldbereiche gesperrt. Wenn ihr eine Draußen-Übernachtung plant, solltet ihr die Treibjagd-Absperrung unbedingt respektieren, denn wenn ihr da rein geratet, kann es echt gefährlich werden.

Die Jagdsaison geht übrigens von Mitte Juni bis Ende Januar.

Und was ist mit Andreas Kieling?

Du siehst, Wildschweine sind im Grunde ganz harmlos und sollten dich nicht von Waldabenteuern mit deinen Kindern abhalten. Jetzt wo du mehr über die wilden Schweine weißt, kannst du dich vielleicht sogar auf eure nächste Begegnung freuen.

… aber wie kommt es dann, dass ein erfahrener Tierfilmer wie Andreas Kieling solch eine gefährliche Situation mit einem Wildschweinkeiler erlebt hat? Ganz einfach: er hat sich der Gefahr bewusst ausgesetzt um als weltweit Erster den Kampf brünstiger Keiler aus der Nähe zu filmen. Eine Situation, in die du ganz sicher niemals kommen wirst.

In diesem Sinne – Viel Spaß beim Ausbüxen!

Jana

Hattest du schon mal eine Begegnung mit Wildschweinen? Wie bist du damit umgegangen? Schreib’s in die Kommentare.

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Kommentare (26)

  • Florian

    Beim nächtlichen Fotografieren sind mir schon ein paar mal welche begegnet. Außerdem haben wir kürzlich draußen geschlafen und am frühen Morgen habe ich eine ganze Rotte in der Nähe vorbeilaufen gehört. War schon ein mulmiges Gefühl.

    • jana Autor

      Hi Florian,
      das kann ich verstehen, es sind ja auch starke, eindrucksvolle Tiere. Toll, dass ihr das erleben durftet. Warst du mit deinen Kindern unterwegs? Und was fotografierst du nachts? 🙂 Liebe Grüße, Jana

      • Florian

        Hallo Jana,
        wir sind (noch) nur zu zweit. 🙂
        Zum Thema Fotografieren nachts: Gebäude, Ausblicke, den Mond und was mir sonst noch so vor die Linse kommt. In Trier gibt es nachts nämlich auch in der Stadt bzw. drumherum viel zu entdecken. 😉
        Liebe Grüße

  • Marten Schulz

    Hallo Ihr lieben Drei,

    Ihr habt mich ja vor ein paar Wochen auf FB gebeten, meinen dortigen Kommentar auch hier zu verewigen. Hat ein Wenig gedauert, aber hier isser dann per copy&paste. Das angesprochene Video lade ich gerade bei YT hoch. Hier schon mal der Link:

    https://youtu.be/M3mk3907y4g

    “Danke für diesen bis auf eine klitzekleine Ausnahme schönen Artikel!

    Auch ich habe, bis auf Schreckmomente, bei denen sich meist schnell zeigt, dass Angst überhaupt nicht angesagt war, schlichtweg keine Angst vor diesem wunderbaren Tieren. Denen auch ich regelmäßig bei meinen Touren, wie von euch beschrieben zumeist sehr kurz, immer wieder begegne.

    So zuletzt auf einer selbst zusammengeklickten Tour vom Laacher See nach Brohl, bei dem ich, auf einem schmalen, wohl sehr selten begangenen Pfad aus Versehen eine große wildschweinrotte samt sehr junger Frischlinge aufgescheucht habe. Diese stieB augenblicklich vor mir davon, um an einer Hangkante, vielleicht 150 bis 200 Meter von mir entfernt stehenzubleiben, obwohl nachzuschauen, wer sie dort gestört hat. wie von euch beschrieben, blieb ich stehen und redete ruhig mit den Tieren, bis diese dann, vielleicht eine Minute später, allesamt verschwanden. So dachte ich zumindest. Als ich nämlich ebenfalls an diesem Höhenzug ankam, stand mir plötzlich ein einzelnes Schweine Baby in etwa 20 m Entfernung gegenüber. Einen Moment, den ich nun wirklich nicht brauchte. Sollte die Mama nämlich nun hinter mir auftauchen, bestünde doch zumindest die klitzekleine Gefahr, dass diese mich als Gefahr für Ihr Baby ansähe. Dies geschah zum Glück aber nicht und das Baby Schweinchen trollte sich dann relativ schnell, als es merkte, in welche Richtung seine Rotte verschwunden war. kurz danach konnte ich in weiter Entfernung und dank massiven Einsatzes des digitalen Zooms an meinem Handy eben diese rote über den nächsten Berghang laufen sehen. also, wenn mir Leute erzählen, sie hätten im Wald noch nie Wildschweine erleben dürfen, so kann ich das absolut nicht nachvollziehen. was vielleicht aber auch daran liegen mag, dass ich exakt die breit geschaut hatten Wege im Wald versuche möglichst zu meiden.

    Aber: Wildschweine hätten üblicherweise auch mit Wolf und dem viel kleineren Luchs keine natürlichen Feinden. Bestenfalls würden für diese Jungtiere oder ein SEHR altersschwacher Keiler ins Beuteschema passen Der aber, wie von euch beschrieben, sich immer noch gut wehren kann.

    Jungtiere werden extrem gut von ihrer Rotte beschützt. So ein Verband ist selbst für ein Wolfsrudel ein extrem gefährlicher Gegner. Somit kommen Frischlinge als Beute ebenfalls so gut wie nicht in Frage. (Außer so ein kleiner, süßer Trottel wie der, der mir wie oben beschrieben letztens gegenüberstand)

    Und nein, Jäger regulieren auch (!) Wildschweine nicht. sie halten zwar gerne dieses Jägerlatein aufrecht, aber das ist schlichtweg Quatsch.

    Eine Regulation geschieht schlichtweg im negativen Sinne durch Winter, futtermangel und Krankheiten. Und im “Positiven” durch den grassierenden Maisanbau für Futtertiere und Biogas. Im schlimmsten Fall verschlimmern Jäger durch hier Herumgeballere die Lage sogar. Nämlich dann, wenn sie z.b. eine Leitbache oder ein anderes, altes, erfahrenes Tier aus der Rotte herausschließen. Die meisten Hobbyjäger werden das öffentlich nicht zugeben. jedoch zeigen Zoologen, dass Jäger auch bei Wildschweinen eben nicht regulierend eingreifen können.

    Im letzten Absatz Eures Artikels Beschreibt ihr eigentlich exakt die einzige Gefahr, die bei einem vernünftigen Umgang mit diesen wunderbaren Tieren existiert:

    Einem brünstigen Keiler möchte ich definitiv nicht begegnen. Auf gut deutsch gesagt: die wollen zeigen, wie geil sie sind und ficken. Die Hormone, die während der Brunstzeit durch die Adern von Keilern jagen machen diese tatsächlich sehr unberechenbar. Da ich aber bekennender Warmduscher bin und als solche nie auf die Idee kommen würde, Januar oder Februar draußen zu übernachten, stellt dies Ausnahme für mich persönlich jedoch auch keine große Gefahr dar.”

    • jana Autor

      Hallo lieber Marten,
      danke für das tolle Video und deinen informativen Beitrag! Du kennst dich gut aus. 😃 Endlich kommen wir dazu, dir zu antworten. Deine Wildschwein-Begegnungen klingen wirklich aufregend und einzigartig! Warst du alleine unterwegs?
      Ja, die Regulierung durch die Jagd ist sehr umstritten. Es gibt da sicher solche und solche Jäger und natürliche Feinde wird die Jagd nie 1:1 ersetzen können. Luchs und Wolf gehören auf jeden Fall dazu und, wie du sagst, vergreifen sie sich vorzugsweise an sehr jungen, alten oder kranken Tieren. Und genau diese feine Selektion kann Jagd nicht leisten.
      Wir wünschen dir ganz viel Freude da draußen und noch viele tolle Erfahrungen. Freuen uns immer über so wertvolle Beiträge wie deine.
      Liebe Grüße, Jana und Paddy

      • Horst Kneidel

        Und genau diese Selektion kann Jagd eben doch leisten. Ein Jäger, der was auf sich hält, wird nie die Leitbache erlegen. Sehr wohl aber kranke und schwache Tiere. Ob die Jagd zur Regulation ausreicht, können wir ja trotzdem offen lassen.
        Desweiteren stimmt eine Aussage in Euerem Beitrag nicht. Wildschweine dürfen, zumindest in den meisten Bundesländern, schon lange ganzjährig bejagt werden.

  • Florian

    Wir liegen gerade im Wald und um uns grunzt es. Ich musste mal schnell was googlen.

  • Fox

    Das war am dritte Januar 2020. Ich liebe spazieren am Nacht durch dem Wald mit Stirnlampe. Öfter ich schalte Lampe aus und genieße Nachtleben, das ist wie Zauberhand. Obwohl ich kenne diese Strecke schon 12 Jahre, aber ohne Licht Wald ist einfach Wunder.
    Mond, Ruhe und “schlafenden” Bäumen sind Paradiesische Blicke. Hab nicht gedacht, das etwas im Natur kann mich zu 48 Jahre berühren, obwohl reise sehr viel.
    Laufe zirka eine Stunde ohne Licht und sehe von mir auf Waldweg Silueten (Augen sind ein Wunderwerk bei Menschen, natürlich nicht wie bei Katzen, aber mann sihet viel was), nicht von Angst aber von Unruhe ich schalte Stirnlampe. Von zehn Meter oder weniger stehen drei Wildschweine! Ich weiß nich waren sie taub oder nicht, aber Schweine haben mich ignoriert!
    Perfekte Blick: drei frechen Schweine mit schnell bewegliche Schwänzchen starren mich und ich von Überraschung ganz laut schrie wie blöde Keiler -“weg!”
    Zauber hat mich zu dieser Zeit verlassen 🙁

    Nächste mal ich halte meine Klappe, sogar mit Schweine.

    VG Fox

  • Lisa

    Der Grunewald in Berlin ist Wildschweingebiet 😂😂

  • Michelle Kästner

    Hi Jana,
    auch ich hatte soeben meine erste Begegnung mit einem Wildschwein.
    Wir haben zu viert einen nächtlichen Waldspaziergang unternommen und kamen kurz vor unserem Ziel an einer Waldwiese entlang. Wir hatten uns bewusst dazu entschieden, keine Taschenlampe zu benutzen. Dadurch sahen wir das Wildschwein zunächst nicht, welches vor uns am Wegesrand stand. Wir bemerkten es erst als es nur noch 5 Meter von uns entfernt war und sind daraufhin sofort panisch losgerannt. Keine gute Entscheidung, denn das Tier kam uns noch einige Meter hinterher, bevor es in ein Gebüsch abdrehte, an diesem Punkt waren wir nur noch wenige Schritte von der Zivilisation entfernt. Gott sei Dank! Hat mir einen ziemlichen Schrecken eingejagd, dieser Moment, aber vielleicht schaffe ich es ja beim nächsten Mal, mich etwas souveräner zu verhalten. 😅

  • sophie

    Wir hatten leider im Sommer eine sehr unschöne Begegnung mit drei Wildschweinen. Wir waren im Berliner Grunewald unterwegs. Wir, das sind drei Erwachsene mit vier kleinen Kindern. Die Wildschweine kamen uns auf freier Fläche entgegen. Eine Bache mit zwei Halbstarken, ca ein halbes Jahr alt. Sie rochen wohl unser Essen was wir im Kinderwagen hatten und rannten im vollen Tempo auf uns zu. Wir liefen weg die Kinder hatten völlige Panik. Wir konnten uns gerade noch hinter einen Zaun retten und mussten unsere Sachen zurücklassen. Die Schweine machten sich über alles her und nahmen den Kinderwagen komplett auseinander. Sie hatten ehrlich gesagt eher etwas von Wölfen als von Wildschweinen… ich denke, dass sich so nur die Stadtschweine benehmen und die Wildschweine auf dem Land oder in richtigen Wäldern eine größere Scheu vor den Menschen haben. Trotzdem, seitdem gehe ich nur noch mit Pfefferspray in den Wald. So ein Erlebnis brauche ich nie wieder!

    • Paddy

      Hey Sophie,
      danke für deinen Beitrag. Das überrascht mich echt zu hören – kann verstehen, dass ihr da Panik bekommen habt. Hast Du mit jemandem vom Forstamt oder so gesprochen, ob das öfters vorgekommen ist?
      Schöne Grüße,
      Paddy

    • Mark

      Das Problem im Berliner Raum ist tatsächlich, dass die Schweine sich schon sehr an den Menschen gewöhnt haben. Sie werden teilweise sogar von ihnen gefüttert. https://www.youtube.com/watch?v=UIH5bO118z0

      Und auch bei Kleingartenanlagen hat man häufig das Problem, dass die Kompost-/Obst-Reste außerhalb der Anlage in das angrenzende Waldgebiet geschmissen werden. Wodurch der Menschengeruch sie generell immer weniger abschreckt. Da ist es dann auch wenig überraschend, wenn sie vermuten, dass sie sich die Nahrung nehmen dürfen, die sie an einem Menschen erschnüffeln.

      Ich selbst hatte mal das Vergnügen direkt an der Insel Wannsee (https://goo.gl/maps/y6LGDfcfKX1dSzjD7) in einem Abstand von 30-50m auf eine Rotte von 20-30 Tieren zu treffen. War schon recht einschüchtern, wenn sich plötzlich alle zu einem umdrehen und einen anschauen. 😀
      Nach einem kurzen Blickwechseln haben sie ihren Weg dann aber weiter in Richtung Wannsee (Gewässer) fortgesetzt.

      So oder so, man muss immer aufpassen, dass sich ein Wildschwein nicht zu sehr überrascht oder gar in die Enge getrieben fühlt. Solange es merkt, dass man keine Gefahr darstellt ist alles gut.

  • Alex

    Geschrieben von Sophie am 14. November ….
    Ich glaube Pfefferspray dabei zu haben gibt ein falsches Gefühl von Sicherheit.
    Abgesehen mal davon das die Wirkung von Pfefferspray erst nach einigen Sekunden eintritt muss auch die Windrichtung passen.
    Wenn ein Wildschwein schon so nah ist das es in Reichweite des Sprühstrahls sich befindet ist es meiner Meinung nach zu spät.
    Und einem durch Pfefferspray verletzten Wildschwein will ich persönlich noch viel weniger im Weg stehen.
    Obwohl ich eingestehen muss das mir bei so einer Geschichte wie von Sophie auch das Herz in die Hose gerutscht wäre …
    Jetzt würde mich mal interessieren wie bei Paddy und Jana die Begegnungen mit Wildschweinen verlaufen sind … (?)
    Wildschweine sind mir auch schon begegnet, aber die waren so weit weg das sie mich nicht wahrgenommen haben.
    Schöne Grüße …

    • admin

      Hi Alex,
      wir selbst haben im Wald schön öfters mal Begegnungen mit Wildschweinen gehabt – die letzte war im Sommer, als wir alle draußen übernachtet haben. Eine Rotte von etwa 20 Tieren und mehreren Frischlingen ist in etwa 50 m Entfernung an uns vorbei gelaufen. Wir haben den Anblick einfach genossen und nach etwa einer Minute waren sie dann auch schon wieder weg.
      Schöne Grüße
      Paddy

  • Anna

    Mein Kommentar kommt wahrscheinlich ziemlich spät, aber naja.

    Ich hatte heute meine erste Wildschweinbegegnung mit einer Freundin.
    Es war ziemlich erschreckend, weil wir direkt neben Häusern waren und nur ein kleines Waldstück neben uns grenzte.

    Es waren nur 2 Tiere, aber ich hab mich sehr erschrocken. Aber sie sind ziemlich schnell verschwunden, sind nur aus dem Gebüsch gekommen und dann schnell weiter.

    Aber später sind sie nochmal an den Häusern vorbei gegangen, was ziemlich merkwürdig ist, weil sie doch scheu eigentlich sind.

  • Magdalena

    Hab gerade den Wildschweinartikel gelesen! Sehr gut! Dann hab ich jetzt ein klein wenig weniger Angst! 🙂
    Wir haben mal in der Ardèche auf der Stelle unser Zelt aufgeschlagen, an der sich die Wildschweine suhlen. Nach Einbruch der Dämmerung kamen sie und haben laut gegrunzt. In unserer Todesangst (wirklich!), haben wir unseren Förster-Freund angerufen und der gab uns den Tipp Licht zu machen und laut zu reden.
    Ich hab die komplette Nacht lautstark gesungen… und es glücklicherweise überlebt!

  • Weltträumerin

    Hallo, ich hatte letztens auch eine Begegnung mit einer ganzen Wildschwein Rotte. Ich war mitten im Wald, also ohne weg oder so. Querfeldein macht am meisten spaß. Plötzlich hatt es im Gebüsch total geraschelt und gegrunzt. Einen kurzen Moment stand ich einfach bloß mit aufgerissen Augen da und habe leise geflucht. Dann bin ich auf einen umgefallenen Baum geklettert der ungefähr ein Meter vom Boden entfernt war. Ein bisschen wenig, aber sonst waren da blos Birken ohne Äste zum klettern. Naja, dann saß ich da und habe die fünf Meter entfernte Wildschwein Rotte beobachtet. Doch die haben mich quasi eingekreist. Irgendwann habe ich laut eine Unterhaltung mit ihnen Geführt, aber das hatt sie nicht gestört. Nach fast einer Stunde sind sie dann endlich etwas weiter weg gegangen. Ich bin von meinen Baum runter und einfach zur Straße die in der Nähe war gerannt. Die Schweine waren doch noch in der Nähe, denn sie sind panisch weggeprescht.
    Das war eine spannende Begegnung, doch sie hat mich ganz schön aufgehalten und ich hatte auch Angst.
    Liebe Grüße, Ida (12 Jahre)

    • admin

      Das klingt wirklich nach einer eindrucksvollen Begegnung. Danke, dass du deine Erfahrungen mit uns geteilt hast, Ida!
      LG
      Paddy

  • Anja

    Hallo, im Urlaub in Portugal saß ich gemütlich lesend draußen, als ich ihm nahen Gebüsch etwas rascheln hörte. Ich dachte beim Hinschauen an eine Amsel, die auf der Suche nach Nahrung Laubblätter umdreht. Doch war ich sehr überrascht, dass mich plötzlich ein Wildschwein anstarrte! Ruhig bleiben, langsam entfernen, leise mit dem Tier sprechen – diese Ratschläge waren mir alle bekannt und doch bin ich voller Panik laut rufend und Tür knallend in ein nahestehendes Gebäude gerannt. Zum Glück…denn es hatte sich im Haus durch unsachgemäß verbundene Kabel ein Schwelbrand entwickelt, der sicher zu Schlimmerem geführt hätte, hätte das Wildschwein mich nicht “hineingetrieben”. Schwein gehabt!!!

  • Tom

    Bin gerade in Spanien mit dem Rad unterwegs und schlafe draussen. Während ich diesen Kommentar schreibe schleichen die Wildschweine an meiner Hängematte vorbei. Es gibt mir sicherheit über dem Boden zu schlafen, heute leider nur auch 20cm höhe… Jeden Tag hört man es hier grunzen… Ständig huschen sie an einem vorbei und checken nichtmal dass man da sitzt ^^ letztens am Strand kam eines einen Meter an mir vorbei und als ich meine gasknarre für den Fall rausholte hat es sich extrem erschrocken und ist im Wald verschwunden. Spanien ist wirklich voll mit Wildschweinen.

  • Fliesenspiegel

    Riechen Wildschweine nach Maggi? Hab ich das richtig verstanden? Mein Vater erzählte mir immer das wenn man ein Lagerfeuer macht, (darf man nicht überall) das die Wildtiere fern bleiben stimmt das? Vielen dank für die Tipps, bei unserer nächsten Übernachtung wissen wir jetzt bescheid.

    Lg Imelda

    • Paddy

      Ja, genau – der Geruch ähnelt wirklich dem von Maggi 😉
      Nach unseren Recherchen, lässt sich nicht generell sagen, dass Wildtiere von Feuer fernbleiben. Aber fast alle bleiben gerne einfach fern von Menschen.
      LG
      Paddy

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