Top 5 im Juni: Kennt ihr schon Bach-Canyoning?

 

Jetzt wird’s heiß! Die warmen Sommertage und -nächte im Juni schreien gerade zu nach Outdoor-Abenteuer. Also raus mit euch zum Mini-Canyoning an einen Bach oder zu einem abendlichen gratis Konzert am See.

Außerdem gibt’s auch im Juni tolle Outdoor-Leckereien, die du mit deinen Kindern ausprobieren solltest und die Mittsommernacht lädt dazu ein, sie auf eine besondere Art zu feiern.

Hier kommen die 5 besten Ideen für ein Outdoor-Mikroabenteuer mit Kindern.

1. Froschkonzert besuchen

Lust auf ein Konzert zu dem ihr keine Eintrittskarte braucht? Dann auf zum nächsten Teich oder See. Dort werben männliche Wasserfrösche von Mai bis Juni lautstark um ihre Liebste. Und weil natürlich jeder Froschmann eine abkriegen will versuchen sie sich nach Kräften gegenseitig zu überbieten, so dass das Quaken an vielen Gewässern kaum zu überhören ist.

Quakendes Männchen des Kleinen Wasserfrosches
Hier gibt sich jemand besonders viel Mühe. Foto von Viridiflavus / CC BY-SA

Der Konzertbeginn ist immer in den Abendstunden. Wenn ihr Ohrenzeuge dieser Vorstellung werdet, dann genießt’s und drückt den Jungs die Daumen, dass sie eine hübschen Froschdame abkriegen. Wenn alles gut geht, werden die beiden sich bald auf einen Hochzeitsausflug machen bei dem sie sich gegenseitig umklammern und dabei die befruchteten Froscheier im See zurücklassen. In ein paar Wochen solltet ihr hier Kaulquappen entdecken können.

Die Münchner Abendzeitung hat noch mehr Infos zu den unterschiedlichen Musikern.

2. Draußen übernachten

Die Hitze steigt und zuhause wird es immer wärmer und stickiger? Höchste Zeit einfach mal draußen zu schlafen. Da habt ihr wunderbar frische Luft um die Nase und es fühlt sich direkt wie ein kleines Abenteuer an.

Das einfachste ist, wenn du eure Matratzen direkt auf den Balkon legst. Dazu brauch ihr auch gar keine spezielle Ausrüstung. Das Bettzeug kommt so raus wie es ist. Wenn ihr einen Garten habt, dann ist das auch eine ganz simple Option. Nur solltest du dann die Matratze besser gegen Isomatten tauschen.

Jana, Paddy und der Kleine im Schlafsack
Mit frischer Luft um die Nase wird es im Schlafsack so richtig gemütlich

Am schönsten ist es aber natürlich, wenn ihr euch einen Platz mitten in der Natur sucht. Vielleicht kennst du ja schon eine Ecke in deiner Gegend, die dafür passend wäre? Ansonsten schau mal auf Komoot um Ideen zu bekommen.

Ein perfekter Anlass Draußen zu schlafen ist übrigens auch die Sommersonnenwende, mit der kürzesten Nacht des Jahres, die auch Mittsommernacht genannt wird. Sie liegt meistens zwischen dem 20.-21. Juni und dauert im Norden Deutschlands nur gut 6,5 Stunden.

Schritt für Schritt Tipps für’s Draußen schlafen findest du im Artikel Mit Kindern draußen schlafen – Schritt für Schritt.

3. Walderdbeeren finden

Walderdbeeren sehen aus wie die Miniatur-Version der Erbeeren, die man auf dem Markt kaufen kann. Allerdings sind sie rund in der Form und schmecken sie viel aromatischer und süßer. Zugegebenermaßen ist aber nicht so sicher, ob das tatsächlich nur am Geschmack selbst liegt oder nicht auch am Erfolgserlebnis beim Finden. Die Beeren, die eigentlich zur Familie der Nüsse gehören, sind nämlich recht selten. Wenn ihr aber bei der nächsten Wanderung ganz aufmerksam am Waldrand und auf Lichtungen schaut, habt ihr gute Chancen welche zu finden. Deine Kinder werden die süßen Früchte garantiert lieben.

Walderdbeere
Foto von Jörg Hempel / CC BY-SA / Farben und Ausschnitt verändert

Wenn der Geschmack sehr fade ist, dann habt ihr vielleicht statt dessen eine indische Scheinerdbeere entdeckt, mit der sie verwechselt werden kann. Die ist aber genauso essbar – ist also weiter nicht schlimm.

Falls du eurem Glück ein wenig nachhelfen möchtest, dann schau doch mal in die Karte von mundraub.de. Dort sind ein paar Standorte der kleinen roten Früchte verzeichnet. Achtung: Du findest sie im Menü tatsächlich unter „Nüsse“. Dort könnt ihr natürlich auch eure Funde verzeichnen um Anderen damit zu helfen.

Wenn ihr welche gefunden habt, dann nascht sie am Besten gleich vor Ort. Eines noch zum Thema Fuchsbandwurm: Falls dir als Kind davor Angst gemacht wurde, dann erklären wir dir in diesem Artikel, warum das unbegründet ist und du bei Beeren ohne Sorge zulangen solltest. Also lasst euch euren Fund schmecken.

4. Barfuß-Bachwanderung

Wenn es so richtig heiß ist, dann lechzen die Füße nach Abkühlung. Wo könnt ihr die besser finden als in einem kleinen Bach im Wald? Im Sommer haben viele sogar so wenig Wasser, dass ihr ein Mini-Canyoning daraus machen könnt und euch komplett im Wasserlauf entlang fortbewegt. Für die Kinder und euch wird es eine tolle Herausforderung die Hindernisse zu meistern, die sich euch in den Weg stellen. Bestimmt müsst ihr öfters mal ein bisschen klettern oder euch unter umgefallenen Bäumen durchquetschen – und sogar, wenn ihr die Gegend schon kanntet erlebt ihr sie so nochmal ganz anders. Außerdem gibt es ganz verschiedene Untergründe zu erkunden: Schlamm, der zwischen die Zehen geht, Sand, kleine und große Steine.

Füße von einem Baby und einem Erwachsenen in einem Bach
Erstmal vorsichtig mit einem Fuß testen

Wie findest Du einen solchen Bach? Schau einfach mal die Touren und Sehenswürdigkeiten bei Komoot in eurer Gegend an. Oft sind dort schon Wanderungen verzeichnet, die an kleinen Waldbächen entlang führen. Wenn das noch nichts hervorgebracht hat, gibt es eine andere Möglichkeit, die zwar auf den ersten Blick etwas nerdig erscheint, aber trotzdem gut funktioniert.

  • Rufe diese Abfrage von Bächen auf Overpass Turbo auf.
  • Scrolle die Karte zu deiner Stadt.
  • Klicke im Fenster links oben auf „ausführen„.
  • Nun siehst Du die kleinen Gewässer hevorgehoben. Suche Dir am Besten eines aus, das im Wald liegt.

Denke auf jeden Fall daran ein Handtuch einzupacken, falls jemand komplett reinplumpst.

5. Holunderblüten aufessen

Unter den essbaren Wildpflanzen ist Holunder ein richtiger Knaller. Er wächst fast überall, ist leicht zu erkennen und super ergiebig! Holundersträuche sind kaum zu übersehen: bis zu 7 m hoch können sie werden und jetzt im Juni ragen die weißen Blüten als große, flache Rispen zwischen den Blättern hervor. Sie duften süß und ein bisschen nach Ananas. Halte mal Augen und Nase auf – du findest sie bestimmt ganz schnell auch in deiner Nähe.

Blüte des schwarzen Holunders
Foto von JeLuF / CC BY-SA

Dann schnapp dir diesen Monat eine Stunde vor dem Abendessen einfach mal deine Kinder und deine/n Partner/in und tigert gemeinsam mit Tupperdose und Schere bewaffnet los. Schneidet euch pro Person 4-6 große Rispen mit Stiel ab und dann ab nach Hause damit. In null komma nix lassen sich aus euren Fundstücken gebackene Holunderblüten zaubern – und fertig ist das Abendessen.

Aber auch andere Leckereien, wie Marmelade, Sirup oder Eis lassen sich aus den Blüten herstellen und schmecken großartig.

Raus mit euch!

Das waren unsere 5 besten Tipps für Outdoor-Abenteuer mit Kindern im Juni. Also nicht lange warten und raus mit euch!

In diesem Sinne – Viel Spaß beim Ausbüxen!

Paddy & Jana

Habt ihr Abenteuer aus der Liste ausprobiert? Was waren eure eigenen Abenteuer-Erlebnisse im Juni? Schreibt’s in die Kommentare.

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