Warum dein Kind nicht “die Umwelt” schützen sollte.

Foto: Jenn Evelyn-Ann – Unsplash 

Wenn du deinen Kindern ermöglichst, das was wir als „Umwelt“ bezeichnen neu zu erfahren, kannst du ihnen etwas unglaublich wertvolles für die Zukunft mitgeben.

Wenn du die Natur zum festen Bestandteil des Lebens deiner Kinder machst, können sie vieles davon mitnehmen: Sie entwickeln sich besser motorisch, sie lernen etwas über Pflanzen und Tiere und beim freien Spielen trainieren sie ihre sozialen Fähigkeiten. Aber es gibt noch etwas Grundsätzlicheres, dass sie erfahren können. Etwas, das für sie entscheidend sein kann, wenn sie in einigen Jahren den Lauf der Welt gestalten können – und das ist die Erfahrung, dass jeder Mensch ein Teil dieser Natur ist.

Der Kampf unserer Vorfahren

Als die Menschen sich vor Millionen Jahren daran machten neue Lebensräume zu erobern waren die Bedingungen rau. Es lauerten überall Gefahren und Hindernisse: giftige Pflanzen, hungrige Tiere, Berge und Schluchten. Stück für Stück kämpften sich unsere Vorfahren voran und bezwangen dabei die Hindernisse, die sich ihnen in den Weg stellten. Es war ein Kampf um’s Überleben.

Allerdings haben wir diesen Kampf schon vor einiger Zeit gewonnen. Wir begannen und die Natur immer mehr zunutze zu machen, ja sie zu unterjochen. Viehzucht und Ackerbau entstanden. Siedlungen, Dörfer und Städte wurden errichtet. Der Mensch breitete sich immer weiter aus. Es ist ein grandioser Triumph unserer Spezies. Aber in unserem Siegestaumel haben wir haben dabei vollkommen aus den Augen verloren, dass auch wir Teil dieses Ökosystems Erde sind. Wir können nur leben, wenn die Natur lebt.

Wir und die Welt

Wenn wir Marketing-Botschaften lesen dann geht es oft darum etwas zu kaufen und dabei auch noch etwas für „die Umwelt “ zu tun. Aber was ist das eigentlich diese Um-Welt? Harald Lesch hat 2018 ein Buch veröffentlicht mit dem Titel „Wenn nicht jetzt, wann dann?“ *. Darin nimmt er den Begriff auseinander und fragt warum wir nicht statt dessen „Mit-Welt“ sagen. Schließlich bezeichneten wir diejenigen, die mit uns im Haus wohnen wohnten ja auch nicht als Umbewohner, sondern als Mitbewohner. Und die Menschen die mit uns diesen Planet teilen, seien ja auch nicht Ummenschen, sondern mit Mitmenschen.

Wenn wir also „Umwelt“ sagen, liegt alleine darin also schon ein Teil des Problems. Es klingt so als wäre diese Umwelt nur eine Kulisse vor der wir unser Theaterstück aufführen. Die Menschen sind die eigentlichen Akteure, der Rest ist nur eine hübsche Verzierung am Rand. Aber so richtig miteinander zu tun hat beides nicht. Sprechen wir aber von einer Mitwelt, dann stehen wir auf einmal im Dialog mit den Dingen um uns herum.

Landschaft hinte einer Glasscheibe bei Regen
Wir und das da draußen? – von Free-Photos / Pixabay

Wir stehen angesichts der Klimakrise vor riesigen Herausforderungen. Fast all unsere Errungenschaften stehen in den nächsten 50 Jahren auf dem Spiel. Diese gigantische Herausforderungen können wir nur lösen, wenn wir wirklich annehmen, dass wir Teil des Ganzen sind. Es geht nicht mehr darum, dass jeder ein bisschen was macht und sich darauf ausruht, sondern darum, dass wir gemeinsam Verantwortung übernehmen die Probleme tatsächlich zu lösen.

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Gemeinsam im Wald

Was unsere Kinder also in Zukunft brauchen, kann man nicht einfach in der Schule lernen. Man lernt es auch nicht in den Beton-dominierten Städten. Aber ihr könnt es gemeinsam erfahrbar machen.

Stell dir vor du bist an deinem Lieblingsplatz in der Natur und du tauchst ganz in sie ein, mit all deinen Sinnen. Du hörst den Wind über das Rauschen der Blätter, schmeckst den letzten Regen in der Luft, riechst den Boden, den deine Füße berühren. Stell dir vor, das ist dein Zuhause. In diesem Moment kannst du wirklich mit deinem Körper erfahren, dass wir alle Teil dieser einen Welt sind. Diese wilde Welt, diese unschätzbar schöne Welt. Unsere Mitwelt. Das zu spüren, ist das wichtigste Geschenk, dass wir unseren Kindern für die Zukunft mitgeben können. Wir dürfen es ihnen nicht vorenthalten.

Baby-Hand berührt Baum mit Moss
Foto: Patrick Heck

Also lasst uns gemeinsam mit unseren Kindern die Natur erleben. Wenn du noch Ideen brauchst, dann schau doch mal bei Ideen und Inspiration rein.

In diesem Sinne – Viel Spaß beim Ausbüxen,

Paddy & Jana

Kennst du das Gefühl mit der Natur zu verschmelzen? Wie lässt du das deine Kinder erfahren? Schreib es in die Kommentare.

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