Die 5 besten Outdoor-Abenteuer mit Kindern im September

 

Der September bringt die Pilze zum Sprießen und die Hirsche zum Röhren. Hier sind unsere Mikroabenteuer-Tipps für diesen Monat.

1. Pilze finden

Jetzt im Herbst fangen die Pilze an zu sprießen und die sind nicht nur hübsch anzusehen, sondern schmecken bekanntlich auch super-lecker. Außerdem ist es besonders für deine Kinder ein wahnsinniges Erfolgserlebnis wenn ihr „siegreich“ seid. Wie aber kannst du als Anfänger vorgehen?

Gemeine Riesenschirmling, Parasol oder Riesenschirmpilz (Macrolepiota procera)
Der Hut ist so groß, dass man Schnitzel daraus machen kann: Parasole, die wir bei unserer letzten Tour entdeckt haben

Erst mal ist es sehr wichtig nur solche Pilze zu sammeln, die du hundertprozentig erkennst. Verwechslungen können ansonsten richtig gefährlich werden. Also gibt es zwei Möglichkeiten:

Entweder ihr schnappt euch jemanden, der sich damit auskennt und lasst euch zeigen, welche Pilze es bei euch gibt. Wenn ihr niemandem im Freundeskreis habt, dann sucht nach organisierten „Pilzwanderungen“ in eurer Gegend.

Oder aber: Ihr geht einfach zum Spaß auf Pilzjagd und erfreut euch an den tollen Formen und Farben ohne überhaupt welche mitnehmen und essen zu wollen. Ihr werdet merken, wie viel Freude es macht ganz aufmerksam durch den Wald zu gehen und gemeinsam Ausschau zu halten. Von euren Entdeckungen könnt ihr dann Erinnerungsfotos machen und vielleicht fallen deinen Kindern ja lustige Geschichten zu den Pilzmännchen ein.

2. Ein Zuhause im Wald bauen

Habt ihr Lust auf einen Tapetenwechsel? Dann baut euch doch einfach ein (temporäres) Zuhause im Wald.

Sucht euch dazu einfach ein Waldstück in dem Totholz herumliegt und legt los. Wie genau ihr das macht bleibt eurer Phantasie überlassen. Es gibt zwar natürlich Anleitungen wie man ein möglichst effizient und wetterfest baut – aber mal ehrlich: Deinen Kindern wird’s garantiert viel mehr Spaß machen, einfach drauf los zu bauen.

Selbstgebaute Waldhütte mit Mädchen
Sieht schon richtig gemütlich aus. Eines der Waldhäuser von unserer Ausgebüxt-Gruppe in Trier

Nehmt euch als Hilfsmittel ein bisschen biologisch abbaubare Juteschnur mit. Damit könnt ihr die Basiskonstruktion stabilisieren.

Wenn das Dach drauf ist, könnt ihr euer neues Heim noch weiter verschönern. Wie wäre es mit Möbeln, einem flauschigen Moos-Regenschutz oder einem kleinen Kräutergarten vor der Tür?

Bevor ihr euch auf den Nachhauseweg macht müsst ihr eure Konstruktion leider wieder abbauen. Wenn ihr mögt, dann bedankt euch beim Wald, dass er euch für heute so ein schönes Zuhause beschert hat und übergebt eure Baumaterialien wieder den anderen Bewohnern des Waldes.

3. Der Hirschbrunft lauschen

September ist für Rothirsche die Paarungszeit. Den Männern sind die Hirsch-Frauen die meiste Zeit des Jahres ziemlich egal und sie streifen getrennt von ihnen durch die Wälder. Jetzt aber erweckt in den älteren Tieren der Wunsch nach einem Rudel hübscher Hirschkühe und sie machen sich auf die Suche danach.

Dumm nur, dass sie meistens nicht der einzige sind, der auf diese Idee kommt, und so müssen sie den Nebenbuhlern klar machen, dass sie der richtige sind um die Damen zu begatten.

Brunft Rothirsch Platzhirsch
Rothirsch beim Röhren CC BY-SA 3.0Wikimedia Commons (Farben angepasst)

Bevor es dann zu handfesten Kämpfen mit dem Geweih kommt, findet die Schlacht erst mal akustisch statt und die Herren untermauern durch markerschütterndes Röhren ihren Anspruch. Das klingt ganz schön imposant:

So klingt das Röhren des Rothirschs – CC BY-SA 3.0Wikimedia Commons

Auf eigene Faust ist es eher schwer, die Hirsche dabei zu belauschen. Aber es gibt in ganz Deutschland Führungen, bei denen euch ein Profi zu Seite steht um die Brunft zu hören und vielleicht sogar zu sehen. Eine Karte mit Kontaktdaten gibt es hier: Rotwildbrunft in Deutschland

4. Querfeldein Expedition

Um euer Zuhause kennt ihr viele Gegenden bestimmt schon wie eure Westentasche. Wie aber ist das, wenn ihr euch einfach mal Wegeverbot erteilt und ausschließlich querfeldein geht?

Sucht euch dazu am Besten ein Ziel aus, das ihr kennt und nicht allzu schwer zu treffen ist. Das kann z.B. ein Berggipfel sein, ein Weg oder ein Bach.

Querfeldein gehen
Wenn’s unwegsam wird, macht’s erst richtig Spaß

Jetzt schaut von eurem Startpunkt in die Richtung, in die ihr wollt. Wie ist das Gelände beschaffen? Geht ihr einfach schnurstracks geradeaus oder seht ihr eine Route, die besser ist? An manchen Stellen müsst ihr bestimmt unerwartete Umwege machen oder euch vielleicht gegenseitig helfen, damit ihr sie bewältigt. Mit Sicherheit entdeckt ihr auf dem Weg auch Dinge, die euch vorher noch nie aufgefallen sind.

Denkt aber daran eure Expedition nicht nachts oder in der Dämmerung zu starten, damit ihr keine Tiere stört.

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5. Ein Zuhause für Igel bauen

Während der Spätsommer noch schöne, sonnige Tage bringen kann, sind Igel schon ab Oktober damit beschäftigt sich ein Winterquartier herzurichten. Dabei kannst du und deine Kinder sie unterstützen.

Europäischer Igel (Erinaceus europaeus)
Europäischer Igel (Erinaceus europaeus) CC BY-SA 2.0Wikimedia Commons

Igel leben am liebsten in Laub und Reisighaufen unter die sie sich einkuscheln können und wo sie vor den kalten Temperaturen geschützt sind. Zusätzlich könnt ihr für sie aber auch ein richtiges Haus bauen, das sie beziehen dürfen. Eine Anleitung dazu findet ihr hier beim NABU. Platziert euer Bauwerk in einer möglichst ruhigen Ecke des Gartens und verkneift euch zwischendurch reinzuschauen.

Solange es noch nicht häufig friert, laufen die Tiere noch nachts herum und versuchen sich so viel Fett wie möglich anzufressen. Wenn’s dann aber ab Novermber so richtig kalt wird, verkriechen sie sich in ihr Zuhause und schlummern einfach bis März/April.

Auf in’s Abenteuer

Na, war was dabei für euch? Welches Abenteuer wollt ihr diesen Monat ausprobieren? Startet ihr eine Querfeldein-Exedition, wollt ihr Pilze entdecken oder habt ihr ganz andere Pläne? Erzählts uns in den Kommentaren.

In diesem Sinne – Viel Spaß beim Ausbüxen!

Paddy & Jana

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