Hike Kid - Der Outdoor-Kinderwagen im Test

 

Der Hike Kid Outdoor-Kinderwagen will das Wandern mit Kindern revolutionieren. Er besitzt nur zwei Räder und wird gezogen statt geschoben. Dadurch soll er mühelos über Stock und Stein rollen – auch wenn’s bergauf geht.

Hinweis: Der Hersteller hat uns den Hike Kid freundlicherweise kostenlos ausgeliehen, um ihn auszuprobieren. Die Leihgabe war nicht an Gegenleistungen geknüpft. Unsere Freiheit beim Schreiben dieses Berichts ist deshalb davon nicht beeinflusst.

Wer mit seinem Kleinkind abseits von breiten Forstwegen unterwegs sein will, kommt mit einem Kinderwagen oft nicht weit. Sobald es wirklich steil und steinig wird, ist das Schieben selbst mit Modellen mit großen Rädern eine Qual. Da war bis jetzt die Kraxe oder Kindertrage die einzige Alternative. Das Tragen am Körper kann allerdings auf Dauer auch ganz schön anstengend werden.

Kann der Hike Kid diese Lücke füllen? Wir haben ihn auf mehreren Touren ausprobiert und erzählen dir von unseren Erfahrungen.

Technische Daten

  • Testmodell: Hike Kid Gams
  • Gewicht: 6,5 kg
  • Für Kinder bis: 25 kg
  • Reifendurchmesser: 16 Zoll
  • Bremsen: Scheibenbremse
  • Preis: 973 €

Der erste Eindruck

Patrick Heck zieht den Hike Kid durch den Wald
Mit dem Hike Kid auf einem Waldpfad

Der Hike Kid sieht ein bisschen aus wie eine Sackkarre und ähnelt damit Wanderanhängern wie dem Monowalker. Auf den ersten Blick erinnert er deshalb gar nicht an einen Kinderwagen. Unser Kleiner hatte allerdings auf Anhieb Lust einzusteigen und wir machten uns auf zur ersten Testfahrt. Was gleich auffiel: Der Gelände-Kinderwagen ist wirklich extrem leicht. Er wiegt nur 6.5 kg und ist dadurch flinker und leichtgängiger als die normalen Kinderwagen. Zusätzlich ist das Gewicht so optimal verteil, dass man an den zwei Teleskopgriffen fast keine Last spürt.

Kleine Hindernisse wie z.B. Bordsteine oder Wurzeln überwindet der Wagen so mühelos, dass sie kaum zu spüren sind. Lediglich das Ziehen statt Schieben ist anfangs etwas ungewohnt. Während ich es aber nach einiger Zeit schon recht angenehm fand, konnte sich Jana nicht so ganz damit anfreunden. Sie schob den Wagen lieber wann immer es ging und drehte ihn nur in unebenem Gelände herum.

Dieses Abwechseln ist generell kein Problem. Laut dem Hersteller sollte der Wagen aber nur auf wirklich ebenen Wegen geschoben werden um die Haltestangen nicht zu überlasten.

Der Hike Kid im Gelände

Patrick Heck zieht den Hike Kid Oudoor Kinderwagen mit Rucksack auf dem Rücken durch den Wald
Gepäck für eine Übernachtung im Rucksack und den Kleinen im Offroad-Kinderwagen. Passt!

Der Hike Kid lässt sich auch in der Stadt und auf breiten Wegen bequem benutzten, so richtig spielt er seine Stärken aber erst aus, wenn es steil und unwegsam wird. Wir haben ihn deshalb auf mehrere Touren mitgenommen um zu schauen, wie wir mit ihm in solchem Gelände zurecht kommen.

Wir waren gleich positiv überrascht: Auch beim bergauf- und querfeldeingehen ließ er sich noch sehr einfach ziehen, und das trotz eines großen Tourenrucksacks auf dem Rücken.

Jana zieht den Hike Kid durch einen Bach
Dank der großen Räder waren auch Bachdurchquerungen kein Problem!

Beim bergab-Fahren ist die Bremse wirklich Gold wert. Sie verhindert, dass man von hinten geschoben wird. So konnten wir auch steile Passagen entspannt gehen. Bei schwierigeren Abstiegen, haben wir den Kinderwagen auch schon mal ein paar Meter vorausrollen lassen.

Jana Heck geht mit dem Hike Kid bergab
Querfeldein über Wurzeln und Äste geht ohne Probleme
Jana Heck lässt den Hike Kid vorausrollen in einer steilen Passage
An schwierigen Bergab-Passagen haben wir den Hike Kid vorausrollen lassen.
Jana Heck bugsiert den Hike Kid über einen Felsen
An sehr engen oder unwegsamen Stellen kommt der Hike Kid an seine Grenze

Komfort und Sicherheit

Kind liegt im Hike Kid Gelände Kinderwagen
Der Kleine fand’s von Anfang an sehr bequem.

Das Kind wird mit einem normalen Gurt in seinem Sitz angeschnallt. Die Sitzschale des Outdoor-Kinderwagens liegt dabei sehr tief. Durch diesen niedrigen Schwerpunkt fühlt er sich immer sehr stabil an – auch wenn es ruckelt oder er seitlich schief fährt. Wir hatten nie Angst, dass er umkippen könnte.

Unser Kleiner hat von Anfang an sehr gerne im Hike Kid gesessen. Der Sitz funktioniert wie eine Art Hängematte, in der die Kinder sehr ruhig und entspannt sitzen und schlafen können.

Richtig gut gefallen hat uns auch der Sonnenschutz: Er kann in alle Winkel frei bewegt werden und spendet auch bei niedrig stehender Sonne optimal Schatten.

Die Bremse wird über einen Seilzug am Griff geregelt. Sie funktioniert generell gut, hat sich bei uns aber immer wieder etwas gelockert. Das Nachspannen über einen Knoten ist etwas mühselig und aus unserer Sicht verbesserungswürdig.

HIke Kid Bremshebel mit Hand
Der Bremshebel.
Bremsscheibe des Hike Kid Outdoor Kinderwagens
Die Bremsscheibe

Zusammenklappen und Transport

Der Outdoor Kinderwagen Hike Kid in der Seitenansicht
Der Hike Kid in der Seitenansicht

Der Hike Kid kann für den Transport sehr einfach zerlegt werden. Der Hauptrahmen wird mit einem Spannseil stabilisiert. Mit einem Handgriff kannst du es lockern und die Achse anschließend einklappen.

Die Klappschwinge des Hike Kid mit Befestigung in der Nahaufnahme
Das Spannseil, dass den Rahmen stabilisiert

Um die Räder zu entfernen, ziehst du die Steckachsen heraus. Diesen Schritt fanden wir allerdings sowohl beim Ab- und beim Aufbau etwas fummelig. Funktioniert hat es aber immer.

Jana zeigt den zusammengelegten Hike Kid
Der Hike Kid im demontierten Zustand

Auseinandergebaut ist der Offroad-Kinderwagen ziemlich klein und handlich. Leider war er noch einen Tick zu groß für den Kofferraum unseres kleinen Autochens. Deshalb mussten wir ihn auf einem freien Sitz transportieren. Für die meisten Mittelklasse-Wagen dürfte aber auch im Kofferraum genügend Platz für ihn sein.

Vor- und Nachteile

Hier noch mal eine Zusammenfassung der für uns wichtigsten Vor- und Nachteile:

Vorteile

  • Sehr geländegängig
  • Leicht und wendig
  • Bequem fürs Kind
  • Sonnenschutz frei verstellbar
  • Leicht zu zerlegen und aufzubauen

Nachteile

  • Bremse lockert sich
  • Das Einstecken der Achsen ist etwas fummelig

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Hike Kid – Fazit

Der Hike Kid ist ein Kinderwagen mit durchdachten Features. Er wiegt sehr wenig, fährt auch in unebenem Gelände stabil und lässt sich gut zerlegen. Verbesserungswürdig ist für uns allerdings noch die Brems-Einstellung und die Befestigung der Steckachsen.

Besonders wenn die Wege etwas abenteuerlicher werden ist der Hike Kid eine großartige Alternative zum Tragen und stellt andere Kinderwagen schnell in den Schatten. Querfeldeingehen ist damit kein Problem. Durch die Möglichkeit den Wagen zu ziehen lassen sich auch steile Wege sehr angenehm gehen und der Hike Kid fühlt sich dabei immer sehr leicht an. Damit eröffnet er outdoorliebenden Familien ganz neue Möglichkeiten. Die Benutzung macht auf Touren großen Spaß und auch unser Kleiner hat sich darin sichtlich wohl gefühlt.

Erst in wirklich unwegsamem Gelände mit sehr engen Passagen und auf mit Felsbrocken durchsetzten Pfaden kommt auch der Hike Kid an seine Grenze.

Nachtlager im Wald mit Hike Kid im Hintergrund
Übernachtung im Wald. Anreise mit dem Hike Kid

Unser Testmodell Gams kostet 973 €. Dafür bekommt man ein tolles Produkt, das noch dazu in Deutschland von einer kleinen Firma gebaut wird.

In Gesprächen mit dem Hersteller Johannes Bahle haben wir gespürt, wie sehr er von der Begeisterung angetrieben ist, naturliebenden Familien neue Möglichkeiten zu eröffnen.

Kind schiebt den Hike Kid Offroad Kinderwagen durch den Wald
Kinderleicht: Unser Kleiner war richtig begeistert davon den Wagen selbst zu schieben.

In Zusammenarbeit mit dem Hersteller dürfen wir dir einen Rabatt von 5% anbieten. Der Code dazu lautet:

ausgebuext

Du kannst ihn auf der Website des Hersteller einlösen: hike-kid.de

Beim Kauf darüber erhalten auch wir eine Provision. Damit unterstützt du unsere Arbeit beim Betreiben dieser Website.

Wir freuen uns, wenn dir dieser Artikel gefallen hat und wir dir ein paar nützliche Infos zu diesem Offroad-Kinderwagen geben konnten.

In diesem Sinne – Viel Spaß beim Ausbüxen!
Paddy und Jana

Hast du Fragen zum Hike Kid? Besitzt du selbst schon einen und möchtest davon berichten? Schreib’s in die Kommentare!

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